WordPress-Menü erstellen

WordPress-Menü erstellen

5 mögliche Menüs und wie sie umgesetzt werden

Außerdem: 5 Fehler, die du beim Aufbau deines Menüs vermeiden solltest

Du möchtest die Besucher sicher durch deine Website führen? Du möchtest ein WordPress Menü erstellen? Dann brauchst du nicht nur eine gute Navigation. Du brauchst mehrere Menüs an verschiedenen Stellen deiner Website. Die schlechte Nachricht: In WordPress ein Menü erstellen kann verwirrend sein. Je nach Theme hast du mehrere Möglichkeiten, wie und wo du Menüs auf deiner Website einsetzt. Die gute Nachricht: Eine durchdachte Navigation anzulegen ist technisch einfach. Ich zeige dir hier, wie du Menüs in WordPress erstellst.

Welche Menüs gibt es?

WordPress selber bietet von Haus aus drei Menüpositionen an. Wo die Menüs stehen, wie genau sie aussehen – das hängt von deinem Theme ab. Denn jedesWordPress- Theme bietet unterschiedliche Menüpositionen an. Deshalb ist als 1. Frage sinnvoll: Wo soll deine Navigation stehen? Für die Antwort darauf musst du folgendes wissen:

  • Welche Menüs gibt es überhaupt?
  • Welche Menüs bietet dein Theme?
  • Welche Positionen können Menüs auf der Website haben?

In WordPress arbeite ich mit dem Theme Divi. Mit WordPress + Divi sind die gängigsten Menüs mit den gängigsten Positionen möglich. Falls du ein anderes Theme benutzt, kann es sein, dass das ein oder andere Menü anders aussieht. Aber ich bin sicher: Meine Anleitungen werden dir weiterhelfen.

Hauptmenü – ein Must-have und das Leitsystem deiner Website

Mit dem Hauptmenü ist die Navigation gemeint, die auf einer Website die erste Geige spielt. Hier werden die wichtigsten Seiten deiner Website angesteuert. Was du wissen solltest: Das Hauptmenü kann verschiedene Positionsmöglichkeiten haben. In dieser Anleitung zeige ich dir, wie ein horizontales Menü am Kopf der Seiten in WordPress erstellt wird.

Footermenü: das Menü am „Fuß“ der Seiten

Das Footermenü findest du im untersten Bereich einer Website. Eben im Footer. Das ist der Bereich, der die einzelnen Seiten deiner Website abschließt und dem Besucher sagt: Weiter kannst du nicht scrollen. Ein Footermenü ist sinnvoll, weil damit die Besucherin ohne scrollen zu müssen weitere Unterseiten findet. Wenn du im Footer ein WordPress Menü erstellen möchtest, hast du mehrere Möglichkeiten. In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du ein vertikales Footermenü und wie du ein horizontales Footermenü erstellst.

Sekundäres Menü — eine Linkleiste im Headerbereich

Das Sekundäre Menü steht im Headerbereich oberhalb vom horizontalen Hauptmenü. Dieses Menü ist eher auf großen Portalen sinnvoll. Auf Shopseiten oder mehrsprachigen Seiten kann diese Leiste sinnvoll sein, wenn Warenkorb, Login oder die Sprachauswahl untergebracht werden sollen. Weitere mögliche Elemente sind die Such-Lupe, Social-Icons, deine Telefonnummer oder die Mailadresse.

DropDown-Menü — die Erweiterung des Hauptmenüs

Wenn du ein nicht sichtbares WordPress Menü erstellen möchtest, wählst du das Das DropDown-Menü. Es wird auch Untermenü oder Submenü genannt. Der Name sagt es bereits: Es ist ein „Klappmenü“. Das heißt: Die Besucher klicken zuerst ein Link im Hauptmenü an, damit das Untermenü aufklappt. Sinnvoll ist das DropDown-Menü, weil in der horizontalen Menüleiste nicht mehr als sieben Links angeordnet sein sollten. Je weniger Links im Hauptmenü, desto übersichtlicher ist die Navigation. Der Rest kommt ins DropDown.

Horizontales WordPress Menü erstellen im Header

Eine einzelne Webseite wird in verschiedene Bereiche eingeteilt:

  • Header
  • Body
  • Footer

Der zuerst sichtbare Bereich ist der Header. Der Header ist der Kopfbereich einer Webseite. Deshalb wird hier in der Regel das Hauptmenü angebracht. Gut zu wissen: Die Seiten können so eingestellt werden, dass die Navigation auch beim Scrollen oben stehen bleibt. Und so kommst du zum wichtigsten Menü deiner Website:

Schritt 1

Seiten in WordPress anlegen

Damit du überhaupt ein Menü in WordPress sehen kannst, möchte WordPress zunächst Seiten haben. Der umgekehrte Weg – erst Menü, dann Seiten – ist zwar auch denkbar und technisch möglich, aber umständlich. Der erste Schritt also: Seiten anlegen. Auch inhaltlich ist das sinnvoll, denn dann machst du dir vor dem Anlegen der Website Gedanken über deine Inhalte.

Ich erlebe es immer wieder, dass Websitebetreiber zuerst an das Menü denken. Ohne bereits Seiten zu haben. Das ist, als würden sie erst den Sattel kaufen und dann das Pferd… Apropos: Hast du ein Konzept für deine Website? Das ist nämlich sehr sinnvoll und erleichtert dir die Arbeit. Falls du Tipps brauchst, lies gern meine Anleitung, wie du ein Konzept für deine Website erstellst > klick hier

Schritt 2

Bereich „Menüs“ im Dashboard von WordPress öffnen

Du loggst dich wie gewohnt in deine WordPress-Installation ein. Standardmäßig öffnet sich das Dashboard deiner Installation. Hier siehst du links die vertikale Menüleiste mit den Optionen, die du zum Aufbau deiner Website ansteuern kannst. Diese vertikale Menüleiste beginnt oben mit

  1. > Dashboard, dann
  2. > Beiträge, dann
  3. > Medien, dann
  4. > Seiten

Weiter unten findest du den Link Design. Dieser Menüpunkt enthält den Punkt Menüs. Es gibt 2 Möglichkeiten, zum Bereich Menüs zu kommen.

Möglichkeit 1:
Du „schwebst“ mit dem Mauscurser über den Begriff Design (ohne zu klicken!).
Es öffnet sich nach rechts ein Kontextfenster
Hier findest du unter den aufgeführten Links wie Themes, Customizer, Widgets den Punkt Menüs
Menüs anklicken.

Möglichkeit 2:
Diesmal klickst du auf Design
Das vertikale Hauptmenü in deinem Dashboard öffnet sich nach unten.
Nun siehst du im Menü unter Design dieselben Menüpunkte wie in Möglichkeit 1)

Schritt 3

Den Namen des Menüs eintragen

Wenn du auf Menüs geklickt hast, dann öffnet sich im Dashboard ein neuer Bereich. Das ist der Menübereich. Im Bereich Menüs kannst du deine Navigationen definieren, anlegen und ändern. Links im Bereich findest du einen Kasten Menüeinträge hinzufügen und rechts den Kasten Menü-Struktur. So gehst du vor:

  • im Kasten Menü-Struktur findest du das Feld Name des Menüs
  • hier trägst du einen beliebigen Namen für dein Menü ein
  • dabei ist es sinnvoll, einen eindeutigen Namen zu wählen
  • anschließend klickst du auf den blauen Button Menü erstellen.

Schritt 4

Seiten auswählen und dem Menü hinzufügen

Wenn du noch keine Seiten angelegt hast, dann ist das Feld Menüeinträge hinzufügen grau. Ansonsten ist das Feld wie der Kasten Menü-Struktur weiß. Nun kannst du Seiten auswählen. Standardmäßig ist hier der Tab Zuletzt erstellt vorausgewählt. So gehst du vor:

  • Gewünschte Seite in der Checkbox links neben der Seitenbezeichnung auswählen
  • du kannst auch mehrere Seiten auswählen -> dann mehrere Checkboxen anklicken
  • auf den Button klicken: Zum Menü hinzufügen
  • anschließend werden die Seiten rechts unter Menü-Struktur als Button dargestellt.

Diese Button kannst du wie erwähnt aufklappen. Im Feld Angezeigter Name kannst du den Namen der Seite ändern. Wichtig: Wenn du hier den Seitennamen änderst, dann ändert sich nicht die URL der Seite! Es wird lediglich die Linkbezeichnung innerhalb des Menüs geändert. Du kannst den Seiten also nach Herzenslust an dieser Stelle neue Namen vergeben.

Schritt 5

So ordnest du dem Hauptmenü eine Position im Theme zu

Nun muss WordPress noch mitgeteilt werden, an welcher Stelle der Website dein neues Menü stehen soll. Soll es im Header stehen? Oder im Footer? Auch das ist kein Hexenwerk: Du setzt einfach einen Haken. Das machst du so: Im selben Feld – im Feld Menü-Struktur – findest du die Option Menü-Einstellungen. Darunter 4 Auswahlfelder, die du jetzt anklicken kannst. Da dein neues Menü als Hauptmenü erscheinen soll, muss die Checkbox Hauptmenü angeklickt werden. Ganz simpel. Oder?

Dasselbe wird später mit dem horizontalen Footermenü und dem Sekundären Menü gemacht.

Seiten automatisch hinzufügen: Diese Auswahlbox kann ebenfalls angeklickt werden. Ich lass diese Box immer deaktiviert, denn es gibt immer mal Seiten, die nicht hinzugefügt werden sollen (wie das Impressum). Zum Abschluss speichern nicht vergessen.

5 Fehler, die du beim Erstellen eines Menüs vermeiden solltest

1. Das Menü hat zu viele Links

Wenn das horizontale Hauptmenü zu viele Menüeinträge hat, wird es unübersichtlich für deine Besucher. Denn die Leser haben keine Zeit zu raten, wo genau was sein könnte… Ein anderer Punkt ist die geringe Aufmerksamkeit für Details: Die Besucher wollen sich auf die Inhalte konzentrieren. Bedienelemente wie Menüpunkte sollten deshalb schnell verstanden werden. Es gibt Untersuchungen, wonach bis zu 7 Links noch gut in Erinnerung bleiben. Je besser Elemente im Gedächtnis bleiben, desto schneller kann sich die Besucherin durch die Website navigieren: Sie muss nicht ständig suchen und überlegen.

2. Die Navigationsleiste läuft zu breit

Manchmal sehe ich horizontale Navigationen, die zwar eine übersichtliche Anzahl an Links haben, aber zu breit laufen. Zu breit laufende Menüs sind natürlich genauso problematisch. Passieren kann das, wenn für die Links im Menü Wörter gewählt werden, die einfach zu lang sind. Bei kleinen Monitoren wie Tablets in der Queransicht oder Notebooks reicht dann der Platz nicht mehr aus – das Menü erhält einen Umbruch. In einem Menü mit Umbruch kann man schlimmstenfalls nicht mehr navigieren, weil sich die Links überlagern oder weil das Submenü nicht mehr angeklickt werden kann. Deshalb: Die Website auch immer auf kleinen Displays ausprobieren.

3. Unwichtige Links im Hauptmenü

Klar, das Impressum ist wichtig. Aber nicht für deine Besucher. Jedenfalls in der Regel. Das Impressum und andere rechtliche Angaben wie der Datenschutzhinweis sind gesetzliche Vorgaben. Es sind Seiten, die die meisten Besucher eher selten bis gar nicht besuchen. Warum also sollten ausgerechnet gesetztliche Pflichtangaben im Hauptmenü stehen? Schließlich ist dort am wenigsten Platz. Mein Tipp: Stell solche Links ganz nach unten. In die unterste Footerleiste.

4. Die Schrift der Links ist schlecht zu lesen

Zu kleine Schrift oder ein schlechter Kontrast: Wenn die Schrift im Hauptmenü nur undeutlich gelesen werden kann, dann muss mehr Zeit investiert werden, um die einzelnen Seiten zu finden. Die Besucher werden unnötig aufgehalten und springen unter Umständen entnervt ab. Mach es deinen Lesern so einfach wie möglich, deine Seiten zu finden. Ein wichtiger Schritt dahin ist eine gut lesbare Navigation.

5. Stumme Links: Menüpunkte, die nichts aussagen

Anbahnung, Mag ich, Katzenliebe… Was mag sich wohl hinter diesen Menüpunkten verbergen? Schwachpunkte eines Menüs sind Linkeinträge (Menüpunkte), die man nicht versteht. Mach es auch hier deinen Besuchern so einfach wie möglich. Lass sie nicht raten, sondern wähle „sprechende“ Links. Gut sind Begriffe, bei denen ohne zu überlegen sofort klar ist, welche Seiten man dahinter findet. „Über mich“? Klar, hier schreibt jemand über sich, was ihn oder sie ausmacht oder ihr Werdegang. „Kontakt“? Versteht sich von selbst, was dort zu finden ist. Auch wenn’s mal langweilig wirkt – du tust deinen Besuchern einen Riesengefallen, wenn du dich an anderer Stelle kreativ austobst.

WordPress umziehen leichtgemacht in 7 Schritten

WordPress umziehen leichtgemacht in 7 Schritten

WordPress umziehen: Der Umzug deiner Website in konkreten Schritten

Wer hat davor keinen Horror: ein Umzug.

Warum mit WordPress umziehen? Meistens ist der Grund ein schnellerer oder günstigerer Hoster. Zum Glück ist WordPress ein CMS, mit dem ein Umzug nicht schwer ist. Voraussetzung ist, dass man dabei Schritt für Schritt vorgeht und sich Notizen macht.

In dieser Anleitung zeige ich dir, wie ich mit WordPress umziehe. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten: Du kannst den Umzug auch mit einem Plugin vereinfachen, dann entfallen einige der folgenden Schritte.

Ich mache die Umzüge dennoch manuell, so habe ich das Gefühl, alles im Griff zu haben.

Unser letzter Umzug ist noch nicht lange her: September 2025. Anders als unser Umzug 2020 (der ausgerechnet während der Pandemie und ein Tag vor Weihnachten stattfand), ging dieses mal alles schneller. Warum? Weil wir besser geplant haben.

So klappt der Umzug deiner WordPress-Website

In dem Fall, den ich hier beschreibe, möchtest du deinen Hoster wechseln. Gründe dafür gibt es genug: Du bist mit der Leistung deines alten Hosters nicht mehr zufrieden, du findest einen Hoster mit besserer WordPress-Unterstützung – was auch immer… Und wie in der neuen Wohnung die Möbel aufgestellt werden müssen, brauchst du auch beim neuen Hoster dieselbe Einrichtung: Datenbank und FTP-Zugang müssen angelegt werden, deine Website muss auf den neuen Webspace kopiert werden.

Zur Beruhigung: Mit WordPress umziehen ist kein Hexenwerk.

Bevor es losgeht ein Hinweis:

Bestimmt hast du vor dem Umzug deinen Auth-Code vom alten Hoster erhalten. Was das ist? Diesen Code brauchst du, um deine Domain beim neuen Hoster registrieren zu lassen. Mit dem Code weist du dich als rechtmäßiger Inhaber deiner Domain aus. Du gibst diesen Code bei deinem neuen Hoster an und der Umzug der Domain wird vom Hoster veranlasst.

Ist das soweit geklärt, kann nun dein WordPress umziehen.

Im Prinzip gibt es 2 Möglichkeiten: manuell oder mit einem Plugin. Ich zeige dir hier ausführlich die manuelle Variante. Wie du den Umzug von WordPress mit einem Tool wie Duplicator machst, schreibe ich in einem neuen Post.

WordPress-Umzug manuell

Ich selber mache wie gesagt meine WordPress-Umzüge immer manuell. Das hat mehrere Gründe.

  • hab ich so die Übersicht, was ich getan habe
  • muss ich auch mit einem Plugin so einiges beachten
  • läuft etwas mit der manuellen Installation schief, kann ich immer alles wiederholen
  • manchmal hakt der Umzug auch mit einem Plugin (z.B. wenn die Datenbank sehr groß ist)

Läuft alles glatt, brauchst du nicht mehr als 60 Minuten für den manuellen Umzug (inkl. Download- und Upload-Zeit). Und sollte doch irgendwas nicht hinhauen – dann machst du eben alles nochmal. Überhaupt kein Problem. Denn vor dem Umzug sicherst du deine Datenbank und die WordPress-Installation auf deinem Rechner. So hast du die volle Kontrolle und die Welt kann ruhig untergehen.

Hier in kurzen Stichworten die einzelnen Schritte:

  1. Vom alten Hoster Datenbank exportieren und auf deinen Rechner sichern
  2. Vom alten Hoster per FTP die WordPress-Dateien downloaden (auf deinen Rechner)
  3. Auf dem neuen Hoster eine Datenbank anlegen
  4. In die neu angelegte Datenbank die gesicherte Datenbank vom alten Hoster importieren
  5. Ein FTP-Zugang auf deinem neuen Hoster anlegen
  6. Eine Datei deiner WordPress-Site anpassen
  7. Deine WordPress-Website per FTP auf neuen Hoster hochladen

Du siehst: Mit WordPress umziehen sieht recht übersichtlich aus. Wenn man Schritt für Schritt vorgeht ist der manuelle Umzug auch für unroutinierte WordPress-Anwender gut machbar. Auch ich hab mal als Greenhorn angefangen – und fand es nicht schwierig.

Drei Vorraussetzungen brauchst du, um loszulegen:

  1. ein Ftp-Zugang zum alten Hoster
  2. Zugriff auf phpMyAdmin für die Datenbank
  3. und – natürlich – einen neuen Hoster mit Zugang

Los gehts, lass uns starten:

WordPress umziehen – Schritt 1: Datenbank sichern

Wahrscheinlich erzähl ich dir nichts Neues, der Vollständigkeit halber erwähne ich’s: WordPress funktioniert nur mit einer Datenbank. Alles aus deinem Content (Seiten, Beiträge, Benutzerdaten und vieles mehr) sowie wichtige Einstellungen werden in der Datenbank gespeichert. Das heißt: Wenn du mit deinem WordPress umziehen möchtest, muss die Datenbank mit. Leider.

Aber keine Sorge: Das ist in der Regel simpel. Für Änderungen an der Datenbank, für die Sicherung, den Import, Export und vieles mehr stellen die Hoster ein Tool bereit: phpMyAdmin.

In diesem Fall brauchst du die Funkion -> Datenbank exportieren. Über die Benutzeroberfläche deines Hosters wählst du deine Datenbank aus, klickst auf phpMyAdmin, es öffnet sich die Tabellenansicht der Datenbank. Hier klickst du oben im horizontalen Menü den Tab „Export“. Du musst nur darauf achten, dass die Tabellen der Datenbank ausgewählt sind (das kleine Plus-Zeichen aktivieren). Dann ein Klick auf „Exportieren“. Hier wählst du „Schnell“ aus. Das richtige Exportformat ist meist vorausgewählt: „SQL“. Du klickst auf „OK“ und schon wird eine Datenbank auf deinen Rechner geladen. Das ist wichtig: Die Datenbank muss auf deinen Rechner! Nur so kannst du sie in die noch leere Datenbank deines neuen Hoster importieren.

Auf deinem Rechner wirst du nun eine Datei mit der Endung .sql finden. Meistens trägt diese Datei den Namen der Datenbank. Also zum Beispiel db123456.sql.

WordPress umziehen – Schritt 2: Deine WordPress-Dateien sichern

Wenn du mit WordPress umziehen möchtest, brauchst du natürlich eine Datenstraße, auf der sämtliche Dateien deiner WordPress-Installation zum anderen Hoster geschifft werden. Ein FTP-Programm ist für so einen Transport eine geniale Sache. Falls du das noch nicht hast, weil deine WordPress-Website nicht von dir erstellt wurde oder weil dein WordPress vorinstalliert war, dann holst du als erstes dieses Programm. Gute FTP-Programme sind FileZilla oder CyberDuck. Ich arbeite mit FileZilla. Den FileZilla Client kannst du kostenlos downloaden (https://filezilla-project.org/). Achtung: „Client“, nicht „Server“ laden.

Wenn du in deinem FileZilla alles eingerichtet hast, kannst du dich auf dein Webspace (von deinem alten Hoster) einwählen. Finde das Verzeichnis (den „Ordner“), in dem deine WordPress-Installation liegt. Öffne das Verzeichnis, wähle alle Dateien darin aus und kopiere sie auf deinen Rechner in einen Ordner. Dazu klickst du mit der rechten Maustaste auf die ausgewählten Dateien, es öffnet sich ein Kontextfenster und du klickst hier auf „Herunterladen“. Nun werden alle deine WordPress-Dateien auf deinen Rechner kopiert. Vorher hast du natürlich einen Ordner auf deinem Rechner angelegt, in den du deine WordPress-Dateien speicherst, damit alle Dateien schön zusammen bleiben.

Jetzt nur noch etwa Geduld, denn das Herunterladen der Dateien kann etwas dauern.

WordPress umziehen – Schritt 3: Eine neue Datenbank anlegen

Auf dem neuen Hoster muss nun eine neue Datenbank erstellt werden. Später übernimmst du zwar die Daten deiner alten, gespeicherten Datenbank. Dennoch muss zuvor ein Grundgerüst einer Datenbank erstellt werden. Das findest du in der technischen Administration deines Hosters unter dem Menüpunkt „Datenbanken“. Hier „Datenbank hinzufügen“ (oder „Datenbank erstellen“, wie auch immer der Menüpunkt heißt) und der weiteren Anweisung folgen. Hier erhältst du den Datenbanknamen und Datenbankbenutzer (kann manchmal auch selbst vergeben werden), ein eigenes Passwort für die Datenbank vergibst du selber. Die Serverbezeichnung (Host) erfährst du von deinem Hoster. Häufig lautet der Hostname einfach „localhost“.

Alle Daten gut notieren!
Tipp: Alles per Copy & Paste in eine Excel-Tabelle speichern.

WordPress umziehen – Schritt 4: Datenbank des alten Hoster importieren

Da wir eh in der Datenbank sind, können wir auch gleich die alte Datenbank importieren. Und das ist genauso einfach wie der Export: Diesmal klickst du – Überraschung – im Menü oben auf „Import“. In dem folgenden Fenster wählst du deine sql-Datei aus, die du in Schritt 2 auf deinen Rechner gespeichert hast. Wenn du sie ausgewählt hast, klickst du auf „importieren“. Damit lädst du deinen Datenbank-Dump hoch (Dump = die importierte Datei deiner Datenbank). Beim Import kannst du die Standardeinstellungen belassen (es sei denn, du hast beim Export deiner Datenbank die Einstellungen geändert – was in der Regel nicht nötig ist).

Ein Hinweis, bevor du dein WordPress umziehen willst: Wenn deine Website sehr groß ist und damit auch deine Datenbank, kann es sein, dass der Import vorzeitig abbricht. Das liegt an der geringen PHP-Laufzeit. Das ist aber kein Problem: Dann nimmst du für den Import das Plugin MySQLDumper. Damit lässt sich das Problem der Laufzeit umgehen.

WordPress umziehen – Schritt 5: Einen FTP-Zugang auf deinem neuen Hoster einrichten

Falls noch nicht geschehen, brauchst du natürlich auch einen Zugang für deinem neuen Webspace. Das machst du genauso wie das Einrichten deiner Datenbank im technischen Bereich deines Kundenzugangs. Wie gehabt die Daten deines FTP-Zugangs anlegen, sauber kopieren und den Zugang in deinem FTP-Client (FileZilla) eintragen.

WordPress umziehen – Schritt 6: Deine WordPress-Dateien anpassen

Damit dein WordPress mit der neuen Datenbank kommunizieren kann, muss eine Datei in deinem WordPress-Ordner angepasst werden. Diese Datei ist die wp-config.php. Auch dies ist einfacher als man denken mag.

Finde also in dem Ordner, in den du deine WordPress-Dateien gespeichert hast, folgende Datei:

wp-config.php.

Diese Datei öffnest du mit einem einfachen Texteditor. Achtung: Auf keinen Fall mit einem Schreibprogramm wie Word, OpenOffice oder Page öffnen! Denn diese Programme verändern die wp-config.php-Datei automatisch.

Auf Windows gibt es dafür den Texteditor, auf dem Mac eignet sich das Programm „TextEdit“. Sehr gut geeignet sind Programme wie „CotEditor“.

Ich mache von der wp-config.php immer eine Kopie und speichere sie in einem anderen Ordner ab. So kann ich auf das Original immer ganz schnell zugreifen, wenn ich mich vertippt habe.

Also, folgendes machst du:

Öffne die Datei wp-config.php. Hier änderst du die folgenden Zeilen:

define(‚DB_NAME‘,’meinDatenbankname‘);
define(‚DB_USER‘,’meinDatenbankbenutzer‘);
define(‚DB_PASSWORD‘,’meinDatenbankPasswort‘);
define(‚DB_HOST‘,’localhost‘)

Zwischen den Hochkommata setzt du deine notierten Daten ein.
„localhost“ brauchst du nur ändern, wenn dein Hoster eine andere Hostbezeichnung hat für den Datenbankhost (DB_HOST).

Die Hochkommata am Anfang und Ende der geänderten Bezeichnungen darfst du nicht ändern oder löschen, denn sie sind Teile der Programmierung. Das ist auch einer der Gründe, warum du kein Schreibprogramm verwenden darfst. Denn die könnten die Hochkommata in Anführungszeichen ändern.
Und damit wäre die wp-config.php fehlerhaft.

WordPress umziehen – Schritt 7: WordPress auf den neuen Hoster hochladen

Jetzt kommt der letzte Schritt: Das Kopieren deiner WordPressdateien auf deinen neuen Webspace. Das machst du, indem du dich per FTP einwählst und dich mit deinem neuen Webspave verbindest. Falls du für dein WordPress ein Verzeichnis angelegt hast auf deinem Webspace, wählst du das Verzeichnis aus und öffnest es. Hier hinein lädst du sämtliche WordPress-Datein inkl. der geänderten wp-config.php. Du kannst auch alles in das sogannte Root-Verzeichnis laden. Das ist das oberste Verzeichnis, das du auf deinem Webspace anklicken kannst. Mein Tipp: Erstelle dir lieber ein Verzeichnis, in dem dein WordPress liegt. Dann hast du es später einfacher. Du must dann nur noch auf deinem Hoster angeben, in welches Verzeichnis deine Domain verweisen soll. Das war’s schon.

Damit ist der Umzug deiner Website mit WordPress fertig. Mit WordPress umziehen ist einfacher, als vermutet, wenn du Schritt für Schritt vorgehst.

Du kannst deine Website jetzt genauso weiter bearbeiten wie bisher.

HTML oder WordPress? Die Vorteile eines CMS

HTML oder WordPress? Die Vorteile eines CMS

HTML oder WordPress? Die Vorteile eines CMS.

Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Alles begann vor 20 Jahren
Als ich mich vor über 20 Jahren als Designerin selbständig gemacht habe, stand das Internet noch in den Kinderschuhen. Die Zeit des Word Wide Web vor 20 Jahren ist kein Vergleich zu den heutigen modernen Techniken. Mit Websites tolle Sachen machen? Verglichen mit heutigen Möglichkeiten war die Technik damals reichlich eingeschränkt.

Es war die Hippie-Zeit des Internets: jung, verspielt, nervös, kreativ und auch schlampig.

Aufbruchstimmung im Internet

Nach 2 Jahren meiner Selbständigkeit ist mir klar geworden: Um Kunden zu zeigen, was ich mache, brauche ich „irgendwas“ im Internet. Nur so kann ich ohne Umwege und mit geringen Kosten meine Arbeiten präsentieren. Eine Vorstellung hatte ich auch: Die Website sollte einigermaßen seriös daherkommen. Keine lustig bunte Flashseite mit laufenden Zeichenfiguren. Wie es damals häufig zu finden war: Jede Agentur, die besonders kreativ sein wollte, hatte ein sogenanntes Flashintro vor den eigentlichen Webseiten vorgeschaltet.

Glaub mir: Der Bau einer Website war damals ein steiniger Weg. Als ich damit angefangen hab, waren Systeme wie WordPress neu und unausgereift, kompliziert und unverständlich. WordPress wurde ja erst 2003 entwickelt.

Spitze Klammern und kein Ende

Eine kleine Abhandlung über HTML gefällig?

Wenn du dran bleibst, erfährst du ein paar Hintergründe. Und merkst: Wie gut, das es WordPress gibt…

Nur eins vorweg: Egal, ob du eine reine HTML-Website hast oder ob du in einem CMS wie WordPress arbeitest: Am Anfang steht immer das Website Konzept. Hier habe ich ausführlich beschrieben, welche 9 Punkte mir für ein Konzept wichtig sind:

Also: Ich hatte null Ahnung, wie man eine Website macht. Was ich irgendwann herausbekommen hab: Eine Website besteht aus HTML-Dateien. Also hab ich einen VHS-Kurs besucht. Der Kurs war ein Witz. Zwar ist HTML leicht zu lernen. Trotzdem war ich damals frustriert. Enttäuscht, weil in dem, was der Dozent uns an die Tafel malte und was wir dann in den Rechner übertragen haben, nicht mal in Ansätzen und mit viel Fantasie eine „Website“ zu erkennen war. Jedenfalls nicht das, was ich schon mal irgendwo im Internet gesehen hab. Alles war viel zu abstrakt. Buchstaben zwischen spitzen Klammern sollten eine Website sein? Wo ist das Grafische? Wo die Gestaltung?

Vielleicht hätte mir der 2. Teil des Kurses die Augen geöffnet. Aber ich war genervt. Das Thema HTML und Websites landete erstmal zu den Akten. War mir zu blöd. Zu unkreativ.

HTML und GoLive

Wer mich kennt weiß: Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hab, dann will ich es haben. Oder machen. Oder wissen. Eine Form von Ehrgeiz, den ich seit Kindesbeinen nie abgelegt hab: Ich will alles selber machen. Ob Wände tapezieren, Türen und Heizkörper streichen, Laminat und Teppich verlegen, Ledertaschen nähen, Schreibtische bauen, Schränke abschleifen, Sessel beziehen, oder Hosen nähen, Westen stricken, Bilder malen, Körbe flechten, Skulpturen töpfern (okay, ich hör ja schon auf…): Alles schon gemacht. Und immer selber beigebracht und fast perfekt ausgeführt. Also: Auch jetzt wollte ich mich selber durchbeißen.

Ich hab mich auf den Hosenboden gesetzt. Und hab HTML gelernt, was das Zeug hält. Irgendwann bin ich auf ein einfach zu bedienendes Programm gestoßen: GoLive von Adobe. GoLive war (das Programm gibt es nicht mehr) ein Programm, mit dem man sehr intuitiv und einfach per Drag and Drop modulartig Webseiten erstellen und bearbeiten kann. Hier ein Textmodul schieben, dort ein Bildmodul schubsen – schon sah das Ganze nach etwas aus.

Meine erste selbst gestrickte Website wurde geboren. Und ich konnte Bilder meiner Design-Arbeiten im Internet präsentieren. Okay, das Ganze war wirklich sehr simpel gestrickt. Aber, um es mit Boris Worten zu sagen: ich war drin! (Im Internet, wer die alte Werbung nicht kennt).

Der erste Website-Auftrag

Irgendwann kam der erste Auftrag, eine Website zu machen. Ein guter Freund von mir ist als Versicherungsmakler selbständig und wollte eine Website haben. Das war ein tolle Gelegenheit für mich, tiefer in die Materie HTML einzusteigen. Es folgten weitere Aufträge zu Websites. Und nun wollte ich’s wissen. Ich las immer mehr, knobelte an Fehlern, probierte und verwarf – bis die Websites einigermaßen passabel waren. Für damalige Verhältnisse.

Über die Jahre hab ich reihenweise Bücher über HTML und CSS verschlungen: Bücher des Amerikaners Eric A. Meyer über CSS, „Bulletproof Webdesign“ von Dan Cederholm, das Online-Standardwerk von Stefan Münz „self html“ und die Bücher und Onlinereferenzen von Ulrike Häßler und viele andere Bücher. Und mittlerweile ist mit mir auch das Internet schlauer geworden: Immer umfangreicheres Wissen konnte ich direkt aus dem Internet saugen.

HTML 5 und CSS 3: responsives Webdesign

HTML und CSS entwickelten sich im Laufe der Jahre weiter. Nach HTML 4 kam HTML 5, nach CSS 2 kam CSS 3. Tolle Features wurden möglich: Websites konnten endlich „responsiv“ codiert werden. Responsiv heißt: Die Elemente der Website passen sich der Displaygröße an. So kann man z.B. den Schriften je nach Ausgabegerät größere oder kleinere Größen zuweisen. Eine Überschrift ist auf dem Monitor 1 cm hoch und deshalb zu groß für Smartphones? Kein Problem: Man schreibt einen Befehl der dafür sorgt, dass dieselbe Überschrift auf einem Smartphone kleiner dargestellt wird. Damit kein unschöner Umbruch entsteht.

Bilder und Textblöcke sollen auf dem Monitor nebeneinander stehen und auf dem Smartphone untereinander? Kein Problem: Wieder schreibt man eine passende Anweisung. Und voila: Auf dem Display des Smartphones rutscht das Bild unter den Text (oder umgekehrt, je nach Angabe).

Diese Technik war auch bitter nötig. Denn längst waren die ersten Smartphones auf dem Markt. Und immer mehr Menschen gingen mit Smartphone ins Internet. Wer die Entwicklung kennt weiß: Längst schon ist das Smartphone eine Eierlegendewollmilchsau – die Funktion „Telefon“ spielt fast nur noch eine Nebenrolle…

HTML 4, HTML 5, CSS – reicht das für eine Website?

Alles fein und schön. Aber irgendwann reichte reines HTML nicht mehr.

PHP für interaktive Elemente

Irgendwann wollten immer mehr Kunden ihre Websites selber ändern, Texte selber einsetzen. Oder sie erwarteten Features, die mit normalen HTML-Codierungen so nicht umsetzbar waren. Oft haben meine Kunden nachträglich Kontaktformulare gewünscht. Die aber kann man mit simplen HTML nicht umsetzen. Damit ein Kontaktformular im Browser des Besuchers abgesendet werden kann, braucht man ein Script, das den Versandt des Formulars an eine Mailadresse ausführt. Das wusste ich: Kontaktformulare oder andere interaktive Elemente einer Website werden in der Regel mit der Programmiersprache PHP ausgeführt.

Ein anders Problem war: Wollte ich Änderungen an einer Website machen, ging das nur auf dem Rechner, auf dem ich die nötigen Programme installiert hatte. Das hat mich abhängig vom Ort gemacht.

Meine Fragen waren also:

Will ich umfangreiche Webprojekte an einen Programmierer weitergeben? Oder kann ich das Programmieren lernen? Die Antwort war, richtig geraten: Super, wieder was Neues! Wo ist das nächste PHP-Lehrbuch? Wie lerne ich JavaScript? Gesagt getan, Bücher und DVDs bestellt…

Aber irgendwie war meine Lust schnell dahin. Der Grund war wahrscheinlich ganz simpel: Ich bin durch und durch Grafikerin und ich arbeite vor allem visuell. Und PHP ist eine Sprache. Das bedeutet: Man hat zuerst mal einen großen Haufen Zeichen und Buchstaben, die man in einem sinnvollen Kontext zusammenfügt. Man sieht also erstmal nix Grafisches… Außerdem war PHP für mich doch etwas komplexer als HTML. Zu komplex, um es „mal eben“ schnell und nebenbei zu lernen und in absehbarer Zeit parallel Aufträge damit umzusetzen.

Learning by Doing war mir in diesem Fall zu riskant. Also musste ich mir etwas anderes überlegen.

PHP plus HTML: Ein CMS war die Antwort

So, und nun kannst du alles, was ich oben über HTML geschrieben habe, getrost vergessen.

Okay, fast. Denn auch mit einem CMS wird dir HTML hin und wieder über den Weg laufen. Jedenfalls ein bisschen.

Ein Content-Management-System wäre die Lösung. Ein CMS. Erste Erfahrung mit einem CMS hatte ich 2007 mit Joomla. Damals hab ich für einen Kunden eine Website mit integriertem Shop erstellt. Joomla ist wie WordPress ein sogenanntes Content-Management-Sytem (CMS). Joomla war damals sehr sperrig, umständlich und wenig schön. Die Arbeit mit Joomla war holperig und hat keinen Spaß gemacht.

Acht Jahre später, 2015, hab ich den Relaunch der Website vom BBK Lüneburg übernommen. Hier war von Anfang an klar: Die konnte ich nicht mit HTML codieren. Denn die Seite sollte auch von KollegInnen editiert werden können. Und die sahen in HTML lediglich 4 große Buchstaben. Als musste ein CMS her. Diesmal wollte ich auf keinen Fall Joomla nehmen, mein Trauma… Ich hab mich für WordPress entschieden. WordPress war inzwischen sehr ausgereift, hat eine breite Community – überall findet man im Internet WordPress-Foren.

DIVI von Elegant Themes

Ich hab ein gutes Theme gefunden, das Divi der amerikanischen Firma Elegant Themes. Divi ist ein Theme und Pagebuilder in einem. Zufällig hab ich entdeckt, dass der Designer Marco Linke Child-Themes zum Divi entwickelt. Child-Themes sind ein Teil des Themes und enthalten Layout-Einstellungen. Diese Child-Themes sind einfach, übersichtlich und klar, ohne überflüssigen Schnickschnack. Dennoch kann man sie gut auf die Bedürfnisse seiner Website einstellen. Das finde ich sehr gut, denn die meisten Themes sind viel zu überladen. Und schnell macht man den Fehler, ein Layout zu übernehmen, das überhaupt nicht zum eigenen Angebot passt.

Das Gute am Divi: Es gibt fertige Module wie Kontaktformulare, Galerien, Slider, Bestellbuttons, Infotexte und vieles mehr. Die man einfach per Klick einsetzen kann. Die Themes sind von Haus aus responsiv, was ich besonders wichtig finde. Spannend ist: Ich kann die Website in einer Frontend-Ansicht bearbeiten. Das heißt: Ich sehe die zu bearbeitende Website-Oberfläche so, wie ich die Website als Besucher der Website sehe. In dieser WYSIWYG-Ansicht ist alles sehr easy (WYSIWYG = What you see is what you get = was du siehst ist das, was du erhältst).

Damals stellenweise etwas holperig, ist der Pagebuilder Divi mittlerweile richtig gut geworden. Ohne HTML-Kenntnisse lassen sich spielend leicht professionelle Websites erstellen. Erfreulicherweise programmieren die Divi-Entwickler für jede WordPress-Version ein Update zum Divi. Das ist aus verschiedenen Gründen wichtig: Aus Gründen der Sicherheit (WordPress wird gern mal gehackt) und natürlich, weil WordPress selber regelmäßig Neuerungen erhält.

Was ist ein Content-Management-System?

Vielleicht fange ich mal anders an: Was ist nun der Unterschied zwischen HTML und einem CMS wie WordPress? Denn auch die Inhalte in WordPress werden in HTML ausgegeben, sonst könnte der Browser die Website nicht anzeigen (jedenfalls nicht so, wie sich der Websitebetreiber das gedacht hat…).

CMS oder HTML – Was ist der Unterschied?

Ganz kurz: HTML-Seiten sind statische Seiten. Dagegen werden Seiten in einem CMS wie WordPress dynamisch aus einer Datenbank generiert. Das heißt: HTML-Seiten sind quasi „physisch“ vorhanden. Quasi, da natürliche eine digitale Datei anders als ein Blatt Papier nicht „physisch“ vorhanden ist. Man kann sie nicht anfassen.

Aber sie ist zu vergleichen mit anderen Dateien, die du von deinem Rechner kennst. Du kennst ja sicher Word-Dateien. Genauso ist auch eine HTML-Datei, die man selber bearbeiten und speichern kann. Diese Datei hat nur eine andere Endung: statt „doc“ oder „docx“ eben „html“. In fast jedem Textprogramm kannst du eine Seite auch als html-Datei abspeichern. Und darin nach Belieben deine Texte schreiben.

Damit der Internet-Browser (das Programm, mit du Internetseiten sichtbar machst), deine Inhalte lesen kann, werden die Elemente in den html-Dateien besonders ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen nennt man „Tags“. Darum nennt sich HTML auch „Auszeichnungssprache“ (es ist keine Programmierung). Ein Element erhält am Anfang ein Tag und am Ende, das sogenannte schließende Tag. Und das sieht dann so aus:

<p>Dies ist ein Absatz Nummer 1</p>

<h2>Dies ist eine Überschrift</h2>

Für jedes Element gibt es eigene Tags. Für Container gibt es das div, für Bilder das img, für Tabellen table, für Formulare das form.

Und so weiter. Eigentlich recht simpel.Dein Text und dein Bild wird direkt in die Seite hineingeschrieben. Das Bild wird in Form einer Verknüpfung sichtbar gemacht, indem man in die Seite den Dateinamen und den Pfad des Bildes schreibt. Und schwupp – schon kann die Datei vom Browser gelesen werden. Deine HTML-Dateien erstellst du auf deinem lokalen Rechner. Von dort lädst du die Datei auf deinen Hoster hoch. Und schon ist sie im Internet für jeden sichtbar.Dies ist natürlich nur eine sehr einfache Erklärung und soll als Unterscheidung zum CMS reichen.

Anders bei einem CMS wie WordPress: Hier werden die Informationen wie Texte und Bilder in einer Datenbank gespeichert. Und das CMS erstellt aus den Informationen automatisch eine lesbare HTML-Datei. Du brauchst also nicht mehr selber die HTML-Datei erstellen. Das übernimmt WordPress für dich mit Hilfe von programmierten Befehlen. Das wiederum heißt: Ohne Datenbank funktioniert WordPress oder ein anderes CMS nicht.

Der Vorteil von HTML

Der größte Vorteil von HTML ist, dass die Seiten ratzfatz laden. Die Schnelligkeit der Ladezeit von HTML-Dateien läßt sich von keinem CMS toppen. Deshalb würde ich bei sehr kleinen Websites wie Webvisitenkarten einfache HTML-Dateien erstellen. Vorausgesetzt, diese Website soll nicht erweitert werden. Ein weiterer Vorteil von HTML ist seine Stabilität und Sicherheit. Updates sind nicht erforderlich. Und um die Sicherheit muss man sich keine Sorgen machen, ein Angriff auf die Seiten sind ziemlich ausgeschlossen. Und wenn doch: Einfach alle Seiten nochmal hochladen.

Ich hatte dies bei einem Kunden erlebt. Völlig aufgelöst rief er mich eines Tages an: Auf seiner Domain war nur noch eine hässliche, schwarze Seite mit irgendwelchen merkwürdigen Aufforderungen zu sehen (welcher Inhalt, weiß ich heute nicht mehr). Per FTP-Programm hab ich mich auf den Webspace des Kunden eingeloggt: Irgendein Idiot muss die FTP-Zugangsdaten geknackt haben und hat dort seine eigene Startseite hochgeladen. Zum Glück waren die Zugangsdaten unverändert. Ich musste mich also nur einloggen und die störende Startseite löschen. Da ich alle HTML-Dateien von Kunden auf meinem Rechner speichere, konnte ich die Original-Startseite des Kunden einfach wieder hochladen und alles war gut.

Der Nachteil von HTML

Wenn später weitere Seiten hinzu kommen, wird’s bei reinen HTML-Seiten kompliziert: Das Menü muss um den Link der neuen Seite erweitert werden. Und das bedeutet: Jede vorhandene Seite muss extra geöffnet und dort das Menü um den neuen Seitenlink ergänzt werden. Bei 3 Seiten ist die Arbeit überschaubar – aber schon bei 10 Seiten wird die Arbeit zeitraubend.

Auch interaktive bzw. dynamische Elemente wie Kontaktformulare sind in HTML nicht möglich. Spätestens hier muss PHP ins Spiel kommen. Das gilt besonders, wenn du mit deiner Website ein Shop betreiben möchtest: Hierfür brauchst du definitiv ein CMS.

Zu guter Letzt: Natürlich muss man HTML-Kenntnisse haben, wenn man HTML-Websites verändern möchte. Einfache Texte ersetzen ist noch möglich, wenn man weiß, dass Texte zwischen zwei p-Tags stehen.

Aber Fehler sind vorprogrammiert und alle anderen Änderungen sind noch komplizierter.

Vorteil eines CMS wie WordPress

Hier kommt der Vorteil eines CMS ins Spiel: Texte, Bilder, Menüs, Aussehen wie Farben oder Größen und so weiter lassen sich in einem CMS wie WordPress ratzfatz ohne besondere Kenntnisse ändern. Du öffnest die Stelle mit dem Text, der geändert werden soll. WordPress öffnet dir ein Fenster, einen so genannten Editor, der ein wenig an eine Seite des Schreibprogramms Word erinnert. Und hier machst du einfach deine Änderungen. Zack. Speichern, schließen, Seite aktualieren, fertig. Einmal angelernt und mit dem System vertraut, ist es kinderleicht, auf einer Website mit einem CMS Änderungen umzusetzen. Außerdem kannst du deine Website von überall aus bearbeiten.

Natürlich hat ein CMS auch Nachteile: Ein CMS muss regelmäßig gewartet werden. Heißt: Regelmäßige Updates vom System, den Themes und den Erweiterungen sind wichtig, ebenso regelmäßige Backups. Und ein CMS wird langsamer geladen als eine HTML-Seite. Je nach Schnelligkeit der Internetverbindung kann das schon mal nerven…

Aber dieser kleiner Mehraufwand (der sich zum Teil automatisieren lässt) wird durch seine grandiosen Vorteile mehr als eingeholt: Das System ist skalierbar und lässt sich fast beliebig an alle möglichen Herausforderungen anpassen. Ein Menüpunkt muss rein? Nichts leichter als das: Mit einem Klick haben alle Seiten eine Erweiterung der Navigation. Ein Shop muss her? Kein Thema. Dafür gibt es diverse Erweiterungen. Wie das PlugIn WooCommerce. Eine sehr gute Erweiterung für alle Shopbetreiber. Ein Newsletter soll eingerichtet werden? Nichts leichter als das: Diverse Newsletteranbieter wie CleverReach, MailChimp, Active Campaign, Brevo, Rapidmail und viele andere lassen sich problemlos integrieren. Und auch SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist sehr gut machbar mit den PlugIns Yoast SEO oder Rank Math.

Was ich heute sage:

WordPress ist ideal für Laien

Jeder Laie kann seine Website selber bauen. Es gibt professionelle Vorlagen (Themes) für WordPress, die das Design der Website fast zum Kinderspiel werden lassen. Natürlich fast, denn etwas Überlegung, Konzeption und Strategie gehören dazu und Fehler kann man machen. Trotzdem: Das Design ist kein Hexenwerk. Und wenn du Hilfe brauchst: Lies einfach meinen Blogartikel:

„9 Fehler im Design einer Website“.

Doch auch wenn du jetzt sagst: Ist mir alles zu viel Arbeit. Ich gebe die Website ab an eine Webdesignerin. Klar, das ist völlig legitim. Als Webdesignin wäre ich die letzte, die dir das ausreden würde 😉 Aber, mein Tipp: Es kann nicht schaden zu wissen, wie der Kram funktioniert. Damit du nicht völlig abhängig bist von einem Dienstleister. Ich sehe das so: Wie möchtest du ein Auto fahren, wenn du dich nicht traust zu tanken? Oder was machst du, wenn du wegen eines Plattens liegen bleibst? Da musst du dann auch ran, ob du willst, oder nicht 😉

Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie einfach es ist, dieses System zu erlernen. Was ich auch gelernt habe: Wie schön es ist und welche Freiheit es bedeutet, wenn man zu jeder Zeit und von jedem Ort auf seine Website eigenständig zugreifen kann. Denn für einen Selbständigen ist heutzutage die eigene Website der Dreh- und Angelpunkt des Business.

Weitestgehende Eigenständigkeit ist mein Motto.

Website-Texte lesbar gestalten – 9 typische Fehler bei Lesbarkeit und Typografie

Website-Texte lesbar gestalten – 9 typische Fehler bei Lesbarkeit und Typografie

Ob WordPress, Squarespace oder Wix: Jede Website lebt von ihren Texten. Die besten Inhalte nützen dir aber wenig, wenn das Lesen anstrengt. Auf vielen Websites sehe ich dieselben Fehler bei Lesbarkeit und Typografie, und fast immer behebst du sie mit wenigen Handgriffen. Viele dieser Fehler entstehen, weil vor der Gestaltung niemand ein > Website-Konzept entwickelt hat. Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen und den richtigen Werten machst du es deinen Leserinnen und Lesern deutlich leichter.

Website-Texte lesbar gestalten: das Wichtigste in Kürze

Diese Werte sorgen dafür, dass deine Texte gern gelesen werden:

  • Zeilenlänge: 50 bis 75 Zeichen inklusive Leerzeichen
  • Schriftgröße im Fließtext: mindestens 16 Pixel, besser 18 Pixel
  • Zeilenabstand: das 1,5- bis 1,7-Fache der Schriftgröße
  • Absätze: höchstens drei bis fünf Zeilen
  • Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund: mindestens 4,5 : 1
  • Fließtext linksbündig, nie im Blocksatz

Fehler 1

Die Zeilen sind zu breit

Viel zu breite Textblöcke sehe ich ständig. Breit laufende Zeilen lesen sich extrem anstrengend, ich bekomme davon Kopfschmerzen. Probier es selbst aus: Halte ein DIN-A4-Blatt quer vor deine Augen, etwa 50 Zentimeter entfernt, so wie vor deinem Monitor. Wandere mit den Augen die obere Kante des Blatts entlang, von Blattspitze zu Blattspitze, von links nach rechts und wieder zurück, ein paar Mal hintereinander.

Das ist Schwerstarbeit für die Augen. Und genau das verlangst du von deinen Leserinnen, wenn deine Zeilen über die ganze Bildschirmbreite laufen. Beim Tennis bewegst du den Kopf von links nach rechts. Vor dem Monitor macht das niemand.

Übrigens: Übliche Monitore sind weitaus breiter als ein Din-A4-Blatt. Leider machen viele den Fehler, ihre Website für ihr viel kleineres Notebook zu optimieren. Das Problem: Auf dem nächst größeren Display laufen die Textzeilen 40 cm breit…

Wie breit darf eine Zeile sein?

Früher lautete die Empfehlung: nicht breiter als 800 Pixel oder etwa 20 Zentimeter. Das Problem dabei: Pixel ist nicht gleich Pixel. Auf einem hochauflösenden Display sind 800 Pixel deutlich schmaler als auf einem älteren Monitor. Verlässlicher ist die Zahl der Zeichen pro Zeile.

Außerdem hängt die Lesbarkeit auch von der Größe und Art der Schrift ab. Eine breit laufende Montserrat in 28 Pixel Höhe liest sich angenehmer als eine schmal laufende Roboto Condensed in 17 Pixel Höhe, auch wenn die Zeile dieselbe Breite hat.

Gut lesbar sind 50 bis 75 Zeichen inklusive Leerzeichen. Dafür gibt es in CSS eine eigene Einheit: ch entspricht ungefähr der Breite eines Zeichens. Ungefähr, weil natürlich nicht alle Zeichen gleich breit sind (ein t ist schmaler als ein M). Mit max-width: 70ch; begrenzt du die Zeile auf rund 70 Zeichen, egal auf welchem Display. In Divi trägst du die Angabe im Textmodul unter Erweitert > Benutzerdefiniertes CSS > Hauptelement ein. Die Zeile passt sich der Schriftgröße automatisch an, du musst nichts nachrechnen.

Fehler 2

Textwüsten – zu wenig Absätze

Oft gesehen, besonders auf Magazinseiten: Die Textblöcke haben zu wenig Absätze. Texte nehmen auf den meisten Websites den größten Teil der Fläche ein. Umso erstaunlicher, wie wenig Aufmerksamkeit die Absätze bekommen. Riesige Textblöcke ohne Gliederung machen jede Seite unübersichtlich, die berüchtigten Textwüsten. Lesen am Bildschirm ist anstrengend, und auf Websites wird anders als in Büchern eher gescannt als gelesen.

Gliedere deine Texte deshalb in kurze, leicht verdauliche Happen: Absätze mit höchstens drei bis fünf Zeilen, alle drei bis vier Absätze eine Zwischenüberschrift. So erkennen deine Leserinnen auf einen Blick, wo sie einsteigen wollen. Auch Listen helfen:

  • Listen bringen Abwechslung in den Text.
  • Listen lockern lange Seiten auf.
  • Listen bleiben gut im Gedächtnis.
  • Google übernimmt gut strukturierte Listen gern in die Suchergebnisse.

Fehler 3

Schriften, die das Lesen erschweren

Vorbei die Zeiten, als Websites mit drei oder vier Schriften auskommen mussten. Mit Google Fonts steht dir heute eine riesige Auswahl zur Verfügung. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Die meisten Websitebetreiberinnen sind keine Designerinnen und greifen zu Schriften, die im Fließtext schwer zu lesen sind.

Ein wichtiger Hinweis vorab: Binde Google Fonts lokal ein, sonst verstößt deine Website gegen die DSGVO. Wie du Google Fonts DSGVO-konform einsetzt, habe ich im Artikel > Google Fonts DSGVO-konform einbinden beschrieben.

Schmale und sehr feine Schriftschnitte

Manche Schriften sind sehr schlank geschnitten, etwa die Condensed-Schnitte vieler Schriftfamilien. Ich finde sie schick, sie wirken edel. Im Fließtext sind sie eine Katastrophe, besonders für Augen ab 50. Ebenso problematisch sind sehr feine Schnitte, oft als „Thin“ oder „Light“ bezeichnet. Auf Papier sehen sie elegant aus, auf dem Display verschwimmen die dünnen Linien. Für Überschriften und kurze Teaser können schmale Schnitte gut funktionieren, für längere Texte nimm einen normalen Schnitt.

Website-Texte lesbar gestalten: schmal geschnittene Schriftwebsite texte lesbar gestalten extra fein

Script-Schriften

Script-Schriften sehen aus wie von Hand geschrieben. Sie wirken nahbar und bringen eine persönliche Note in den Text. Zu vielen Branchen passen sie wunderbar. Ihr Haken: Sie sind oft miserabel lesbar. Neulich las ich auf einer Website eine wunderschön geschwungene Überschrift. Aber: Ich konnte auf den ersten Blick nicht erkennen, ob ein Buchstabe ein f oder ein s war. Ich kam ins Stocken und musste mehrmals lesen. Es war ein s.

Wer fünf Sekunden braucht, um eine Überschrift zu entziffern, verliert wertvolle Zeit, bevor er überhaupt erfährt, worum es geht. Setz Script-Schriften deshalb sparsam ein, für einzelne Akzente, nie im Fließtext.

Website-Texte lesbar gestalten: Scriptschriften

Serifen-Schriften, besser als ihr Ruf

Lange galt die Regel: Serifenschriften gehören auf Papier, am Bildschirm sind sie schwer lesbar. Das stimmte zu Zeiten grob auflösender Monitore. Auf heutigen Displays funktionieren gut gemachte Serifenschriften auch im Fließtext, viele Zeitungen setzen sie online ein. Voraussetzung ist eine ausreichende Schriftgröße. Wichtiger als die Frage „Serife oder nicht“ ist eine andere Regel: Kombiniere höchstens zwei Schriften, eine für Überschriften und eine für den Fließtext. Und: Setze den Fließtext mit Serifenschriften nicht zu klein.

Website-Texte lesbar gestalten: Serifenschriften

Fehler 4

Formatierungen, die das Lesen erschweren

Auf einer Website mit Rezepten musste ich vor einiger Zeit einen Text lesen, der in sechs längeren Absätzen kursiv gesetzt war. Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn zu erfassen. Natürlich war das Rezept nicht schwer zu verstehen. Aber ich hatte Mühe, den Text lesen zu können. Denn: Im längeren Fließtext ist Kursivschrift das reinste Augenpulver.

Ähnlich anstrengend sind ganze Absätze in Fettschrift oder in Großbuchstaben. Hinzu kommt die Wirkung solcher Formatierungen: Hervorhebungen wirken nur, wenn sie selten sind: Ist alles fett, ist nichts mehr wichtig. Und unterstrichene Wörter halten Leserinnen auf Websites für Links. Hebe nur einzelne Begriffe fett hervor, sparsam und gezielt.

Website-Texte lesbar gestalten: Kursiv geschnittene Schrift

Fehler 5

Zu kleine Schrift und ungünstiger Zeilenabstand

Was nützt das schönste Layout, die besten Bilder und der hilfreichste Inhalt, wenn die Schrift kaum zu lesen ist? Auf vielen Websites ist die Schrift zu klein oder der Zeilenabstand zu eng. Junge Augen kommen damit zurecht, ältere nicht. Gib deine Texte deshalb auch Menschen über 50 zum Testen. Auch wenn du selbst in diesem Alter bist: Du kennst deine Inhalte und kannst deshalb alles lesen. Nicht aber deine Besucher: Sie sind neu auf deinen Texzen und bemerken Probleme, die dir selbst nicht auffallen.

Für den Fließtext gilt als Untergrenze 16 Pixel, angenehmer sind 18 Pixel. Auf dem Smartphone bleibt die Schrift gleich groß, denn du hältst das Handy näher vor die Augen. Beim Zeilenabstand liegt der gute Bereich beim 1,5- bis 1,7-Fachen der Schriftgröße. Ist er zu eng, kleben die Zeilen aneinander und das Auge rutscht in die falsche Zeile. Ist er zu weit, zerfällt der Text in einzelne Streifen, und deine Leserinnen müssen unnötig scrollen. Überschriften brauchen weniger Abstand, dort reicht das 1,1- bis 1,3-Fache.

Fehler 6

Komplizierte Sätze, die die Lesbarkeit vermindern

Zugegeben, dieser Punkt betrifft weniger die Gestaltung als den Inhalt. Trotzdem gehört er hierher: Mit deinen Formulierungen entscheidest du mit darüber, wie gern deine Besucherinnen lesen. Du wirkst nicht schlauer oder professioneller, wenn du Thomas-Mann-Schachtelsätze baust oder Fachbegriffe wie ein Wissenschaftler verwendest. Bei komplizierten Sätzen passiert nur eins: Du wirst nicht verstanden. Worauf es ankommt:

  • Einfachheit: kurze Sätze, kurze Wörter, überflüssige Fachbegriffe vermeiden
  • Satzbau: ein Gedanke pro Satz, das Wichtigste an den Anfang
  • Prägnanz: viele Verben und anschauliche Bilder machen den Text lebendig und verständlich

Lesbarkeit messen: der Flesch Reading Ease

Für die Lesbarkeit von Texten gibt es sogar ein wissenschaftliches Maß, den Flesch Reading Ease. Er berechnet aus Satzlänge und Silbenzahl einen Wert, der zeigt, wie leicht ein Text zu lesen ist. Deinen eigenen Text prüfst du kostenlos auf fleschindex.de. Falls dich das Thema interessiert und du tiefer darin einsteigen möchtest, kann ich dir Bücher zu diesem Thema empfehlen: „Deutsch für junge Profis“ von Wolf Schneider und „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King. Ja, DER Stephen King, der von „Carrie“ und „Shining“. Horrorfilm-Fan bin ich nicht gerade, das Buch empfehle ich trotzdem gern.

Fehler 7

Zu wenig Kontrast

Hellgraue Schrift auf weißem Grund sieht modern aus und ist für viele Augen eine Zumutung. Genauso schwierig sind bestimmte Farbkombinationen, etwa gelbe Schrift auf rotem Grund oder Hellblau auf Dunkelblau. Du weißt nie, wie gut die Augen deiner Leserinnen sind, egal ob deine Zielgruppe junge Eltern sind oder Menschen im Ruhestand.

Als Maßstab gelten die internationalen Richtlinien für Barrierefreiheit (WCAG): Normaler Text braucht einen Kontrast von mindestens 4,5 : 1 zum Hintergrund, große Überschriften mindestens 3 : 1. Deine Farbkombination prüfst du kostenlos mit dem Contrast Checker von WebAIM. Du gibst Schrift- und Hintergrundfarbe ein und siehst sofort, ob der Kontrast reicht.

Barrierefreiheit ist seit Juni 2025 auch ein rechtliches Thema: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt vor allem für Onlineshops und digitale Dienstleistungen für Verbraucherinnen. Lesbare Kontraste gehören aber auf jede Website. Was du bei Bildern für die Barrierefreiheit tun kannst, liest du in meinem Artikel Website-Bilder optimieren.

Website-Texte lesbar gestalten: farbiger Text auf farbigem Hintergrund

Fehler 8

Zu viele unterschiedliche Farben

Wie oft habe ich Websites gesehen, die aussehen wie zugeklebte Litfaßsäulen: hier ein Bild, da eine Grafik, knallbunt und überladen. Die Elemente einer Website haben zwei Aufgaben:

  • die Leserinnen informieren
  • die Leserinnen beim Lesen führen

Und was haben nun Farben mit der Lesbarkeit zu tun? Form follows function: Die Inhalte sind der Maßstab für die Gestaltung, für Texte, Bilder, Farben, Schriften und Weißraum. Wenn deine Texte umgeben sind von zu vielen farbigen Elementen oder die Schriften selbst viele unterschiedliche Farben haben, werden die Lesenden maximal verwirrt. Die Einordnung der Inhalte fällt schwer, die Lesenden werden abgelenkt.

Zwei bis drei Farben reichen für eine stimmige Website, dazu eine Akzentfarbe für Buttons und Links. Sparsam eingesetzt, strukturieren Farben die Seite und führen das Auge. Zu viele Farben und Bilder ermüden. In Nullkommanix sind deine Leserinnen von der Reizflut übersättigt und verlieren das Wesentliche aus den Augen. Du möchtest, dass sie deine Texte lesen und dein Angebot verstehen. Manchmal ist weniger mehr.

Fehler 9

Blocksatz und zentrierter Fließtext

Blocksatz sieht ordentlich aus: Alle Zeilen enden bündig, links wie rechts. Im Buch funktioniert das, weil dort Silbentrennung und sorgfältiger Satz die Abstände ausgleichen. Eine intensive Arbeit, für die es nicht umsonst Profiprogramme gibt. Auf Websites fehlt das. Der Browser zieht die Wortabstände auseinander, bis die Zeile voll ist, und es entstehen Löcher im Text. Untereinander liegende Lücken bilden sogar senkrechte weiße Bahnen, im Druck heißen sie Gießbäche. Im Beispielbild siehst du einige der Gießbäche mit einem roten Punkt markiert.

Auf dem Smartphone wird es noch schlimmer: Bei schmalen Zeilen mit wenigen Wörtern reißen die Lücken besonders weit auf. Da kann es schon mal passieren, dass in einer Zeile zwei Wörter stehen, links und rechts, dazwischen eine riesige Lücke. Setz deinen Fließtext deshalb linksbündig. Der unregelmäßige rechte Rand stört nicht, er hilft dem Auge sogar, die nächste Zeile zu finden. Dasselbe gilt für zentrierten Fließtext. Für eine Überschrift oder ein kurzes Zitat ist er in Ordnung. Bei mehreren Zeilen muss das Auge an jedem Zeilenanfang neu suchen, wo es weitergeht.

website texte optimieren giessbach

Fazit: Lesbarkeit ist Gestaltung

Lesbare Website-Texte entstehen aus vielen kleinen Entscheidungen: Zeilenlänge, Schrift, Schriftgröße, Zeilenabstand, Kontrast und Satzbau. Jede einzelne wirkt unscheinbar. Zusammen entscheiden sie darüber, ob deine Besucherinnen bleiben und lesen oder nach wenigen Sekunden wieder gehen. Gute Gestaltung beginnt beim Konzept und endet nicht beim Design. Sie zeigt sich darin, wie mühelos deine Besucherinnen deine Texte lesen.

Du möchtest Website und Texte aus einer Hand, lesbar gestaltet und auf deine Zielgruppe abgestimmt? Buch dir ein kostenloses Erstgespräch.

Du willst deine Website selbst bauen und dabei begleitet werden? In meinem 1:1-Website-Mentoring „Website Gold“ zeige ich dir, wie.

FAQ zur Lesbarkeit von Website-Texten

In diesen 7 einfachen Schritten baust du deine Website

In diesen 7 einfachen Schritten baust du deine Website

Eine Website bauen ist einfacher als du denkst.

Diese Tipps helfen dir, dein Business online zu stellen

Du möchtest deine Website selber machen.
Du weißt, dass du mit einer Website noch mehr Kunden gewinnt.
Noch mehr Reichweite aufbaust.
Super, eine gute Idee.

Wenn du noch grübelst: Das schaff ich nie, ich bin technisch unbegabt…

Vergiß deine Glaubenssätze.

Was ich vor 15 Jahren dachte:

Eine Website selber machen? Nie im Leben! Ist mir viel zu technisch…

In dieselbe Posaune pustete mein ehemaliger Chef aus der Werbeagentur. Er und sein Partner hatten die Agentur an den Nagel gehängt. Ich wurde arbeitslos und mein Chef hat in seiner Wohnung allein weitergemacht.

Tja, wohl eins der ersten Home-Offices.

Kurze Zeit später hab ich ihn nach seiner Website gefragt: „Ich brauch keine“, so seine Antwort.

Okay, dann brauch ich sowas auch nicht. Schließlich stand das Internet noch in den Kinderschuhen. So hab ich mich in meiner bequemen Verweigerungshaltung ausgeruht.

Aber irgendwie mussten Kunden her.

Also hab ich mich einige Zeit später bei einem VHS-Kurs angemeldet: HTML für Anfänger. Ich hab Sachen gelernt wie HTML und CSS und viele Buchstaben in spitzen Klammern. Alles böhmische Dörfer für mich, ich war genervt.

Wo ist das denn bitte schön kreativ?

Hartnäckig wie ich bin hab ich unzählige Fachbücher durchstöbert. Las auf schlauen Internetseiten (das Internet wurde mit mir nicht nur älter, sondern auch schlauer) und bald war sie online: meine 1. Website.

Grauenhaft. Aus heutiger Sicht.

Mach es einfacher als ich und bau spielerisch deine Website selber

Nie war es so einfach wie heute, eine eigene Website selber zu machen! Du brauchst keine HTML-Kenntnisse (wie ich damals), du musst nichts programmieren.

Heute gibt es solche Systeme wie WordPress.

Was ist WordPress?

Einfach gesagt ist WordPress ein Haufen von Dateien, in die nette Menschen Programmierzeilen geschrieben haben, damit andere nette Menschen ohne Programmierkenntnisse daraus eine eigene Website bauen können. Bei WordPress ist die Programmiersprache PHP.

PHP kann man lernen und es ist nicht soooo schwierig. Da das aber kaum jemand möchte, wurde das System so gebaut, dass du dich im System anmelden kannst, um dort deine Inhalte zu verbreiten (Texte, Bilder und Videos, deine Dateien eben).

Viel brauchst du nicht für deine eigene Website: Du brauchst vor allem ein PC (oder ein Notebook), ein Internetzugang und ein Provider bzw. Hoster. Ein Hoster ist die Firma, die die Dateien deiner Website auf einem Rechner (Server) speichert und veröffentlicht, also im Internet für alle erreichbar macht.

Dann brauchst du natürlich die Software WordPress, ein gutes Theme und ein Programm, mit dem du deine Dateien auf deinen Hoster hochladen kannst. Das ist alles.

Du bekommst jetzt Schweißperlen auf der Stirn? Immer mit der Ruhe – schließlich fährst du Auto, ohne zu wissen, wie du den Motor austauschen kannst… Lies weiter, ich erkläre alles Schritt für Schritt.

Die verdammte Angst vor der Technik – alles Mumpitz

Schritt 1

Hoster suchen

Am besten wählst du einen Hoster, der für WordPress geeignet ist. Denn nicht jeder bringt alle sinnvollen Voraussetzungen mit. Zu dem Thema gibt es reichlich Empfehlungen und unterschiedliche Meinungen, die ich in meinem Kurs und dem Workshop ausführlich erläutere. Ich mache es hier kurz:

Mein Hoster ist allinkl.

Viele Webautoren empfehlen allinkl wegen des super Preis-Leistung Verhältnis und dem kundenfreundlichen Support.

Schritt 2

Domain überlegen

Überlege dir eine sinnvolle Domain. Ob du deinen eigenen Namen nimmst oder einen Fantasienamen bleibt dir überlassen. Meine Grafikdesign-Seite heißt consenza-design. Manche Marketingexperten raten dazu, einen Kunstnamen zu wählen, andere wiederum dazu, den eigenen Namen zu nehmen.

Darauf kann ich an dieser Stelle nicht eingehen. Ist sicher Geschmacksache.

Update 2022: Heute würde ich auf jeden Fall den Eigennamen wählen.

Welche Domainendung?

Als Domainendung nehme ich grundsätzlich de. Natürlich ist auch com möglich, für de gibt es aber einige gute Gründe. Da ich in Deutschland lebe, werden wahrscheinlich die meisten davon ausgehen, dass ich eine de-Domain habe. Und eine Länderdomain ist vertrauenswürdiger als .net oder .info oder was auch immer.

Wenn du Müller oder Schröder heißt: Nimm auf keinen Fall eine Domain mit Umlauten. Also bitte mueller. Oder schroeder. Seit 2002 sind Umlaute zwar möglich – trotzdem sieht man sie selten. Nicht ohne Grund: Umlautdomains haben einige Nachteile – technische, psychologische und marketingstrategische Nachteile.

Okay, weiter:

Schritt 3

Datenbank, Subdomain und FTP-Zugang anlegen

Vorweg: allinkl bietet wie viele andere WordPress-Hoster die sogenannte 1-Klick-Installation von WordPress an. Das heißt: Die Installation funkioniert quasi automatisch. Meine Empfehlung: Mach die Installation manuell. Dann lernst du von Anfang an, wie alles läuft (später wirst du eh auf deine Dateien manuell zugreifen müssen). Du siehst, welche Dateien WordPress umfasst. Du weißt, was alles in deiner manuellen Installation enthalten ist. Es kann auch sein, dass du später mal die ein oder andere Datei öffnen musst. Dann hast du schon mal einen Blick dafür.

Weiter mit allinkl: einloggen. Leg dir hier eine Datenbank an, eine Subdomain und einen FTP-Zugang. Alle Daten (Benutzername, Passwörter, vom Provider vorgegebene Daten etc.) schön ordentlich aufschreiben. Und ich meine ORDENTLICH!

Wenn man beim Notieren der Daten schludert, verliert man schnell die Übersicht. Ergebnis: Frust.

Hab ich selbst erlebt. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich: Wenn du hier nicht gewissenhaft bist, passieren schnell Fehler. Eher als dir lieb ist liest du deine schnellen Skizzen falsch ab und zack – eine Fehlermeldung. Dann kommt dieses doofe weiße Fenster von WordPress mit dem gefühlten Mittelfinger…

Oder alles war auf einem kleinen Zettel notiert. Der natürlich, kennt man ja, sich irgendwann selbständig macht.

Und unter das Sofa flattert… Das Geschrei ist groß…

Datenbank anlegen

Datenbank, uuuh, was ist das denn nun wieder…
Hier werden einfach gesagt alle Informationen gespeichert, also alles, was du in deiner WordPress-Website schreibst und tust. Ohne Datenbank kein WordPress.

Keine Sorge: Das Anlegen der Datenbank ist kinderleicht.

Die Datenbank befindet sich bei allinkl in der technischen Verwaltung. Im sogenannten KAS. Wie die Bezeichnungen bei anderen Hostern sind ist meist unterschiedlich. Manchmal muss man etwas suchen, dann könnte dieser Punkt im Bereich „Hosting“ oder „Webspace“ liegen. Einfach etwas schauen. Hast du den Link „Datenbank“ gefunden, gehst du einfach auf „Datenbank anlegen“ oder „neue Datenbank“ (je nach Hoster). Dort erhältst du meist vom Hoster den Datenbanknamen.

Das Passwort vergibst du selber. Speichern, fertig.

Datenbankname, Benutzername und Passwort gut notieren, das brauchst du nachher, wenn du Datenbank und WordPress verbindest (die eigentliche Installation von WordPress).

Und was ist nun eine Datenbank?

Stell dir eine Datenbank vor wie ein Regal voller Bücher. Und immer, wenn jemand eine deiner Seiten auf deiner Website besucht, greift er oder sie quasi ins Regal, holt sich ein Buch raus und liest darin…

Subdomain anlegen

Warum Subdomain?
Ich installiere mein WordPress immer auf eine Subdomain und leite dann später auf die richtige Domain weiter. Auf der Subdomain kann ich in Ruhe alles ausprobieren, ohne eine Baustellenseite vorzuschalten, was ich lästig finde.

Wie gesagt, das ist meine Vorgehensweise, du kannst es selbstverständlich auch mit einer Baustelle machen und direkt auf deiner richtigen Domain alles installieren. Besucher sehen dann nur eine Platzhalterseite. Was du an der Website machst, siehst hier nur du.

Was ist eine Subdomain?
Ein Subdomain ist ein zusätzliches Verzeichnis (Speicherplatz) auf deinem Webspace. Sie ist ein Teil der Domain, wird von Google aber als eigenständige URL betrachtet (darum sollte man bei einer Subdomain immer überlegen, ob sie aus SEO-Gründen sinnvoll ist). Eine eigenständige URL ist zum Beispiel sinnvoll, wenn ein Shop von der Website ausgegliedert werden soll.

Eine Subdomain erkennst du daran, dass vor der Domain (vor dem 1. Punkt von links gelesen) eine weitere Bezeichnung steht (die du frei wählen kannst).
Beispiele:
shop.meinedomain.de
angebot.meinedomain.de
kurs.meinedomain.de.

FTP-Zugang anlegen

Warum FTP-Zugang?

Einen FTP-Zugang brauchst du, um deine WordPress-Dateien auf deinen Webspace bei allinkl hochzuladen. Wie das Hochladen geht, erkläre ich in Schritt 4. Den FTP-Zugang richtest du ebenso wie Datenbank und Subdomain bei deinem Hoster ein. Das ist ebenso einfach wie das Anlegen einer Datenbank.

Diese Schritte sind deine Grundlagen für die WordPress-Installation. Sei hier bitte gewissenhaft und notiere alle Zugangsdaten, Benutzernamen, Passwörter usw. gut lesbar. Siehe oben.

Mein Tipp:
Leg dir ein Dokument an, meinetwegen Word oder Excel oder eine Google-Tabelle (kann ich sehr empfehlen). Und tipp hier all deine Daten rein. Dann hast du sie immer griffbereit und kannst per Copy & Paste deine Daten während des Installationsprozesses eingeben. So gibts kein Geschrei, wenn wegen eines blöden Tippfehlers irgendwas nicht klappt. Oder wenn sich der Notizzettel in Luft aufgelöst hat…

Schritt 4

FTP-Programm einrichten

Du brauchst ein Programm, mit dem du dich auf dein Webspace einloggst, damit du deine Daten hochladen kannst.

Es gibt verschiedene FTP-Programme. Gute sind FileZilla und Cyberduck. Ich nutze FileZilla. Den gibts kostenlos für Windows und Mac.

Wenn du das Programm auf deinem Rechner installiert hast, öffnest du das Programm. Unter >Datei >Servermanager öffnet sich ein Fenster – der Servermanager eben. Hier klickst du links auf >Neuer Server. Du legst also einen Server an. Im Feld rechts tippst du die Daten ein, die du von deinem Hoster erhalten hast bzw. dein Passwort, dass du wahrscheinlich selber erstellt hast.

Schritt 5

WordPress herunterladen und Dateien auf Webspace laden

Nun ist WordPress an der Reihe. Hol dir die aktuellste Version direkt von wordpress.org (hier die deutsche Seite). Bitte nicht WordPress.com, das ist eine andere Geschichte. Ist jetzt nicht wichtig, erwähn ich nur der Vollständigkeit halber.

Lad dir also dein WordPress runter.

Endpacke die gezippte Datei.

WordPress installieren ist wirklich einfach und auch für Einsteiger kein Problem. Ganz ehrlich: Das größte Problem ist immer die eigene Einstellung. Das häufigste Hindernis, etwas anzugehen, was wir nicht gewohnt sind, ist die eigene Angst vor etwas Neuem.

Kopfkino eben.

Ich weiß, wovon ich spreche: Jahrelang habe ich mich mit Blockaden herumgequält. Bis es eines Tages bei mir „Pling“ machte. Von einer Minute zu anderen wurde mir klar, dass ich die Blockade über Jahre selber aufgebaut hab. Aber das ist ein anderes Thema, wenn du Lust hast mehr zu lesen: Darüber schreibe ich bestimmt ein Artikel.

Nun öffnest du dein FTP-Programm und stellst die Verbindung zu deinem Hoster her (hier: allinkl). Oben links kannst du den Server auswählen, gehst auf „Verbinden“, nun siehst du im Fenster unten rechts das Ordnerverzeichnis von deinem Webspace. Nun machst du folgendes:

du wählst auf der rechten Seite des Fensters den Ordner aus, der den Namen deiner angelegten Subdomain hat
auf der linken Seite vom FileZilla-Fenster wählst du dein WordPress-Ordner aus, klickst ihn an, damit du die Dateien darin siehst, wählst alle Dateien darin aus und klickst „hochladen“ an (im Kontextmenü, das sich mit der rechten Maustaste öffnet). Achte darauf, dass du alle Dateien auswählst.
Die Dateien werden hochgeladen, das dauert jetzt ein paar Minuten, je nach Schnelligkeit deiner Internetverbindung.

Schritt 6

WordPress installieren

Die WordPress-Dateien sind hochgeladen. Damit ist WordPress aber noch nicht fertig installiert. Nun muss die Verbindung zur Datenbank hergestellt werden.

WordPress ist berühmt für seine einfache Installation. Denn du wirst Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet. Alles, was du jetzt tun musst: stur deine Zugangsdaten eintragen, die du bei allinkl erhalten bzw. gewählt hast. Und wenn du keinen Tippfehler machst, sollte dies ganz einfach klappen.

gib den Namen deiner Subdomain im Browser ein (also z.B. test.majameier.de)
Hinter dem .de gib ein Schrägstrich ein (Slash: /), anschließend „admin“. Falls du den wordpress-Ordner direkt hochgeladen hast, ohne ihn zu öffnen, muss du noch „wordpress“ eintippen. Also „test.majameier.de/wordpress/admin.
es öffnet sich das selbsterklärende Fenster, in denen du deine Daten eingibst. Jetzt wird dir auch klar, warum ich dir empfohlen habe, alles fein säuberlich in einem Dokument zu notieren 😉
War alles erfolgreich, gratuliert dir WordPress und du kannst dich mit einem selbstgewählten Passwort einloggen.

Schritt 7

Theme installieren

Damit WordPress für dich anwendbar ist, brauchst du noch ein Theme. Ein Theme ist quasi Werkzeugkasten und schicke Vitrine in einem. Beides macht deine WordPressinstallation erst zu dem, was du später siehst: zu einer schicken und funktionsfähigen Website mit allem Zipp und Zapp.

Mein Tipp: Such dir ein Premium-Theme.

Der Nachteil: Es gibt tausende Themes. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Die meisten gibt es kostenlos. Investiere ein paar Euro und nimm ein Premiumtheme. Diese kostenpflichtigen Themes werden regelmäßig gewartet und erhalten ständig Updates. Das ist wichtig, damit deine Website immer auf dem neuesten technischen Stand ist. Das betrifft vor allem die Sicherheit deiner Website.

Außerdem gibt es Themes mit einem sogenannten PageBuilder. Diese Builder erleichtern dir den Bau deiner Website erheblich, weil du auf der Oberfläche deiner Website arbeiten kannst. Du siehts also live während der Eingabe, was sich auf deiner Website ändert.

Klare Empfehlung: Das Thema Divi

Ich nutze das bekannte Theme Divi von Elegante Themes, ein bekannter US-amerikanischer Themehersteller. Das Theme ist technisch ausgereift und hervorragend, arbeitet mit allen wichtigen Plugins (Erweiterungen) zusammen und macht deine Website damit enorm leistungsfähig.

Aber das beste: Der Bau deiner Website wird damit zum Kinderspiel.
Fertige Layoutvorlagen bietet das Theme ausserdem, du kannst also sofort loslegen.

Ein Wort zum „sofort loslegen“: Der Aufbau einer Website erfordert schon einige Vorüberlegungen. Es ist sinnvoll, schon um sich nicht zu verzetteln, sich vor dem Bau einer Website ein Konzept zu machen. Das spart jede Menge Zeit und Nerven.

Ich spreche aus Erfahrung.

Schau hier. Lies meine Anleitung, wie du ganz unkompliziert ein Konzept für deine Website erstellst.

Wenn du bis hierhin gelesen hast, bist du schon ein ganzes Stück weiter. Hau rein und vergiss nicht:
Es gibt nix Gutes, ausser man tut es.

Falls du noch mehr Hilfe brauchst: Ich biete ein Workshop an, in dem ich mit dir zusammen WordPress und das Theme installiere. Außerdem bauen wir darin das Grundgerüst deiner Startseite. Schau hier: